Grundeinkommen aufbauen – wenn nicht vom Staat, sollten wir uns selbst darum kümmern

Grundeinkommen aufbauen jetzt

Zurzeit kursieren viele Coach im Internet herum, die einem das Blaue vom Himmel versprechen. Zahle Geld und ich mache dich reich. Ich persönlich finde manche Angebote wahrlich dubiös, aber ein Argument stimmt, welches sie immer predigen. Willst du ewig im Hamsterrad verweilen? Im Grunde haben die Experten recht, wir alle wollen die Freiheit und haben sie verdient. Nur spielen diese Experten mit unseren Ängsten und Wünschen. Sie tun so, als würden sie uns all dies geben, wenn wir sie dafür bezahlen. Dies ist der Haken. Dennoch sollten wir uns selbst die Frage stellen, wie kommen wir aus dem Hamsterrad raus.

Verzicht und ein Polster am Sparbuch helfen bei der Unabhängigkeit, selbst wenn es nur wenige Monate sind

Warum glaubt ihr, will uns der Staat alles stets wegnehmen, bevor er uns Geld gibt? Weil wir dadurch wiederum erpressbar werden. Hätten wir unser Erspartes, könnte er uns nicht in Jobs drängen, die uns nicht gefallen. Warum glaubt ihr sind Reiche reich? Weil sie am Anfang auf Dinge verzichten. Sämtliche Dinge, die wir besitzen, machen uns abhängig. Sogar ein eigenes Haus zu besitzen ist eine Verpflichtung, die viele nicht sehen. Für die meisten ist ein Haus Freiheit, dabei kostet ein Haus viel Geld.

Um Geld anzusparen hilft es bereits, das Auto abzumelden und zu verkaufen. Wer die Möglichkeit hat, soll zu Fuß gehen oder Öffentlich fahren. Statt ständig Essen zu gehen, selbst kochen und einfrieren. Dies alles klingt im ersten Moment eher danach, als müsste man die Freiheit aufgeben, aber es ist ein Schritt in die Freiheit. Weil wir eben nicht mehr abhängig von anderen sind. Das ersparte Geld, hilft uns freier zu werden. Erst, wenn eine bestimmte Summe am Konto liegt, dann sollten wir uns etwas davon gönnen. Lässt es sich nicht besser schlafen, mit 10.000 Euro am Sparbuch als mit 10.000 Euro Schulden?

Ich verzichte gerne auf viele Dinge und erhalte damit meine Freiheit – Freiheit ist mein höchstes Gut

Dinge zu besitzen, ist ebenfalls nur die Befriedigung von Frust. Wir denken, dass uns Dinge glücklich machen. Stimmt das denn wirklich? Natürlich macht eine schöne Umgebung glücklich, aber wir benötigen nicht alles, was angeboten wird. Wir werden ständig animiert, es noch besser und schöner zu machen.

Mir geht es so, wenn ich einen Laden für Accessoires betrete. Ich sehe die Lampions, die bunten Schwimmkerzen, wunderschöne Sonnenschirme und denke mir – mir fehlt ein Garten, Freunde, die Zeit haben, Grillpartys und Co. Immer wird einem der Mangel vor Augen geführt. Deswegen sollten wir uns mehr in die Natur bewegen als ständig in Läden, wo wir mit Dingen konfrontiert werden, die wir nicht brauchen. Dort ein Stück, da ein Stück. Jeder Euro geht flöten, der eigentlich unsere Freiheit präsentiert. Damit wir am Ende wieder ein Ding mehr besitzen, welches wir beim Staubsaugen auf die Seite schieben müssen.

Freiheit heißt, nicht viel besitzen und atmen können. Auch ein leerer Raum kann befriedigend sein. Fühlen wir uns nicht alle wohl, wenn wir einen großen Turnsaal betreten, wo nichts enthalten ist, außer eine Yoga Matte. Warum zieht es uns in solche Räumlichkeiten? Weil wir zu Hause an Überfluss ersticken. Geld ist etwas tolles, nur sollten wir es in uns investieren, statt in beweglose Dinge, die uns sowieso nicht glücklich machen.

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