Unerschwingliche Unterkunft – dank Tiny Houses muss das nicht immer so bleiben!

Ein Tiny House auf Rädern ist kein Wohnwagen, sondern ein richtiges Zuhause, gebaut aus Qualitätsmaterialien

Unterkunft: es ist eines der menschlichen Grundbedürfnisse und sollte so selbstverständlich sein wie genügend Essen, sauberes Trinkwasser und Bildung – Schutz vor den Elementen, ein Ort der Privatsphäre, ein zu Hause. Aber unsere heutige Gesellschaft hat irgendwie zwei Kategorien beim Thema Wohnen: die Immobilienbesitzer und die Mieter, die ewigen Underdogs. Wie wirkt sich das auf die Gesellschaft aus? Kann der Falle mithilfe neuer Wohnkonzepte wie dem „Tiny House Living“ entkommen, ohne sich für die nächsten Jahrzehnte sozusagen versklaven lassen zu müssen?

Ein eigenes zu Hause – für viele unrealistisch

Heutzutage wohnen knapp 60% der Deutschen zur Miete, das heißt, sie leben Monat um Monat mit dem Wissen, dass sie am Monatsanfang entweder den Mietbetrag irgendwie aufbringen und bezahlen - oder obdachlos werden. Dieser Umstand ist zwar in unserer Gesellschaft total normalisiert, kann aber trotzdem existenzielle Ängste auslösen! Aber wie kommt man heraus aus der Mietfalle, wenn man einmal drin ist? Sparen gestaltet sich als sehr schwer, da man ja jeden Monat einen beträchtlichen Anteil seines Einkommens in das schwarze Loch Mietzahlung schaufelt – ich sage schwarzes Loch, denn für die Mieter ist dieses Geld, weg, für immer. Selbst wenn man sich mühevoll ein paar hundert Euro im Monat ansparen kann: es ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Eigenheime sind ja so teuer! Entmutigend. Wer in den eigenen vier Wänden leben will, nimmt daher gewöhnlich eine riesige Hypothek auf, die er dann über die kommenden Jahrzehnte hinweg – anstelle der Miete! – monatlich abstottert. Es sei denn man gehört zu den Glücklichen und erbt irgendwann (meistens, wenn man selbst schon älter ist) die Immobilie der Eltern oder Verwandten. Man sitzt also doch für immer in der Falle. Oder?

Ein Lösungsansatz: dem Kapitalismus den Rücken kehren

Doch, es gibt andere Wege ins Eigenheim! Viele Menschen weltweit sind sie schon gegangen und haben nie zurückgeblickt. Allerdings muss man bereit sein, von der gesellschaftlich akzeptierten Norm abzuweichen und durch seine (noch) unkonventionellen Entscheidungen den Weg zu einem fairen und nachhaltigeren Wohnungswesen zu ebnen. Schließlich ist man mit diesem Problem nicht alleine, und wenn man Kinder hat, werden die sich irgendwann auch damit herumschlagen müssen. Eine super umweltfreundliche Alternative zur Miet- bzw. Schuldenfalle bietet die sogenannten „Tiny Houses“, also winzige Häuser, in denen man einen minimalistischen Lebensstil führen kann. Winzig? Das ist wohl das Stichwort, bei dem die meisten von euch zurückschrecken werden, denn in unserer Denkweise bedeutet ein großes Haus Wohlstand und Lebensqualität, während ein winziges Haus das Gegenteil bedeutet. Aber aufgepasst: Minimalismus bedeutet nicht, sich mit zu wenig zufrieden zu geben! Minimalismus bedeutet einfach, genug zu haben – und keinen unnötigen Überfluss.

Klein aber oho - Hobby-Innenarchitekten können sich beim Design ihres Tiny Houses richtig austoben

Minimalismus: nicht zu wenig, und nicht zu viel

In unserer modernen Gesellschaft geht es nur noch um Konsum, Wettbewerb und „immer mehr haben“, denn nur so funktioniert Kapitalismus. Ganz ehrlich: wir sind alle Opfer organisierter Gehirnwäsche! Wir sollen kaufen, konsumieren, immer alles haben und erleben wollen, all unser Geld ausgeben. Größer und mehr bedeuten immer gleich besser, lassen uns Werbung und Gruppenzwang glauben. Das ist aber eigentlich alles andere als ein Naturgesetz!

Zurück zu den Tiny Häusern, wo weniger mehr ist: kleines Haus bedeutet weniger Materialkosten, Baukosten, Strom- und Heizkosten, und weniger unnützen Krimskrams, den wir eigentlich gar nicht brauchen. Im Vergleich zum Leben in normalen Häusern und Wohnungen ist das Wohnen im Tiny House so viel billiger – und unglaublich viel umweltfreundlicher und nachhaltiger, da Ressourcen geschont werden. Man darüber hinaus dazu angehalten, sich auf die Wesentlichen Dinge im Leben zu konzentrieren und öfters Mal nach draußen zu gehen, hat mehr Land übrig, um vielleicht einen Garten anzulegen oder sich Hühner anzuschaffen. Hat man kein eigenes Land, kann man das Minihaus auch einfach auf Räder stellen. Man wird automatisch naturverbundener und ist - nicht zuletzt durch die Abwesenheit von Geldproblemen – viel weniger gestresst.

Wer kennt noch Peter Lustig? Sein berühmter blauer Bauwagen ist nichts anderes als ein Tiny House!

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